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Materialien:
Landschaftspark Neues Neckartal/Schönbuch -
Das ständig steigende Verkehrsaufkommen insbesondere auch im Freizeitbereich und das Erreichen der Kapazitätsgrenzen der bestehenden Verkehrsinfrastruktur haben den Regionalverband Neckar-Alb veranlasst, zusammen mit dem Verband Region Stuttgart, der Stadt Stuttgart und dem Geographischen Institut der Universität Tübingen an dem vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie (BMBF) ausgeschriebenen Wettbewerb "Mobilität in Ballungsräumen" teilzunehmen. Neben den Ballungsräumen Dresden, Frankfurt/Main, Köln und München zählt der Verdichtungsraum Stuttgart zu den Gewinnern dieses Forschungs- und Ideenwettbewerbs. Gesucht werden sollen Lösungsmöglichkeiten, wie die Mobilität von Bevölkerung und Wirtschaft langfristig gesichert und gleichzeitig ökologisch verträglich und ökonomisch tragfähig gestaltet werden kann. Der Titel "MOBILIST" leitet sich ab aus der Aufgabenstellung "Mobilität im Ballungsraum Stuttgart". Für
den Themenbereich "Raumplanung" (Arbeitspaket D 4) wurden drei Modellräume
ausgewählt: Da es zum Berufsverkehr schon zahlreiche Untersuchungen gibt, wurde im Arbeitspaket D 4 "Raumplanung" der Schwerpunkt darauf gelegt, Möglichkeiten zur Verringerung und Vermeidung von freizeitbezogenem motorisiertem Individualverkehr aufzuzeigen. Mit der Erarbeitung der Konzeption wurde das BÜRO PUSTAL LANDSCHAFTSÖKOLOGIE UND PLANUNG, Pfullingen, beauftragt. Ziel ist nicht ein neuer Plan, sondern eine praxisbezogene Konzeption, an deren Umsetzung letztlich alle im Untersuchungsraum Lebenden und Arbeitenden mitwirken können und sollen. Die wissenschaftliche Begleitung für die Bearbeitung aller drei Modellräume erfolgte durch das Geographische Institut der Universität Tübingen. Im Mittelpunkt des Arbeitspaketes D 4 "Raumplanung" stehen im Modellgebiet Neckartal/Schönbuch landschaftsbezogene erholungsorientierte Aktivitäten im näheren und weiteren Wohnumfeld, die über die Nutzung der kommunalen und vereinseigenen Sport- und Spielplätze hinausgehen. Der Freiraum soll der ansässigen Bevölkerung als attraktiver Erholungsraum bewusst gemacht werden. Er soll für die Freizeitnutzung "vor der Haustüre" so attraktiv sein oder gestaltet werden, dass motorisierter Freizeitverkehr verringert wird oder unterbleiben kann. Um das zu erreichen, wird das "Marketing" im Sinn von Sympathiewerbung als elementarer Baustein in dem Konzept verankert. Ansatzpunkte für eine umsetzungsorientierte und akzeptanzfähige Konzeption sind Aktivitäten, die bereits vorhanden sind oder für die ein erkennbares Akzeptanzpotenzial gegeben ist. Das Spektrum muss jedoch möglichst vielfältig sein und kann nicht auf wenige Freizeitgesichtspunkte wie Erholen, Natur, Fortbewegen bzw. Picknick, Spaziergang, Wanderung oder Radfahren eingegrenzt werden. Insbesondere darf man sich nicht auf die reine Angebotsebene beschränken, sondern muss den aktiven Umgang mit dem Angebotspotenzial in den Vordergrund stellen. |