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Pessemitteilung 16.10.2003 Der Projektbegleitende Arbeitskreis RegionalStadtBahn Neckar-Alb nahm am Donnerstag, den 16.10.2003, im Landratsamt in Balingen nach über zwei Jahren Bearbeitungszeit die Endergebnisse der Untersuchung zur Machbarkeit einer RegionalStadtBahn Neckar-Alb entgegen. "Die Potenziale für eine RegionalStadtBahn in der Region Neckar-Alb sind vielversprechend", so Dr. Edmund Merkel, Vorsitzender des Regionalverbands Neckar-Alb und zugleich Leiter des Projektbegleitenden Arbeitskreises: "Mit dem Abschluss der Machbarkeitsstudie stehen wir aber erst am Beginn einer politischen Diskussion, welchen Beitrag ein Stadtbahnsystem für die Entwicklung der Region Neckar-Alb leisten kann." Das vorliegende Gutachten beantwortet die Frage, ob ein regionales Stadtbahnsystem betrieblich, technisch und wirtschaftlich machbar ist, mit einem eindeutigen "Ja". In Anlehnung an das Verfahren zur "Standardisierten Bewertung von Verkehrsinvestitionen, Version 2000" wurde ein Nutzen-Kosten-Indikator von 2,0 ermittelt. Das bedeutet, dass jedem investierten Euro aus volkswirtschaftlicher Sicht ein doppelt so hoher Nutzen gegenübersteht. Auch hinsichtlich der prognostizierten Bevölkerungs- und Strukturentwicklung in der Region Neckar-Alb sprechen gute Argumente dafür, die Machbarkeitsstudie weiter zu vertiefen. Während der Bearbeitung der Machbarkeitsstudie durch die Gutachterfirma TransTec Consult hat sich gezeigt, dass wichtige Synergien entstehen, wenn die Betrachtung über den örtlichen Tellerrand hinaus geht. In sogenannten Korridorgesprächen wurden kommunale Vorschläge und Wünsche in die Bearbeitung des Gutachtens einbezogen. "Das war uns sehr wichtig, denn unser gemeinsames Ziel war es, ein Gutachten zu bekommen, dessen Ergebnisse auch Grundlage für weitergehende Planungen im öffentlichen Nahverkehr sein können", betont Dr. Merkel. "Wir wollten einen praktischen Nutzen aus der Machbarkeitsstudie ziehen und keine Expertise für den Aktenschrank produzieren." Der Auftrag für die Erarbeitung der Machbarkeitsstudie war im Sommer 2001 vom Projektbegleitenden Arbeitskreis RegionalStadtBahn Neckar-Alb vergeben worden, in dem alle Institutionen vertreten sind, die sich an der Finanzierung beteiligen. Das Oberzentrum Reutlingen/Tübingen, die Landkreise, eine Vielzahl anderer Städte und Gemeinden in der Region, die RAB und HzL, die Handwerkskammer und die IHK sowie der Regionalverband Neckar-Alb bezahlen das 165.000 Euro teure Gutachten nach einem Verteilungsschlüssel entsprechend dem jeweiligen Nutzen, aber auch der finanziellen Leistungsfähigkeit der Beteiligten. Der Regionalverband Neckar-Alb betreute das Projekt. Grundlage des von der Gutachterfirma ausgearbeiteten Betriebskonzeptes ist das Zielkonzept des landesweiten Integralen Taktfahrplans für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV). Zwei bereits heute verkehrende Zugangebote wurden in das Betriebskonzept übernommen, zum einen der RegionalExpress Tübingen - Reutlingen - Metzingen - Plochingen - Stuttgart und zum anderen der InterRegioExpress Sigmaringen - Albstadt - Balingen - Hechingen - Mössingen - Tübingen - Reutlingen - Stuttgart. Hierauf baut nun das RegionalStadtBahnkonzept für die Region auf, das für alle Strecken einen 30 Minuten-Grundtakt vorsieht. Das Betriebskonzept wurde in Abstimmung mit der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg entwickelt und war Grundlage für die Potenzialabschätzung. Im Rahmen der Machbarkeitsstudie RegionalStadtBahn Neckar-Alb wurde ein Vorschlag erarbeitet, der ein Streckennetz von 410 km Länge vorsieht und die Region Neckar-Alb umsteigefrei mit den Innenstädten von Reutlingen und Tübingen verbindet. Das Bedienungskonzept untergliedert sich in Kern- und Ergänzungslinien. Auf der Basis der Ergebnisse der Potenzialabschätzung für das Prognosejahr 2010 werden acht RegionalStadtBahn-Linien vorgeschlagen. Die Kernlinien verbinden die Region und die Mittelzentren mit dem Oberzentrum Reutlingen/Tübingen. Sie stellen die Grundversorgung der gesamten Region Neckar-Alb dar. Der Verlauf der einzelnen Linien läßt sich wie folgt beschreiben: S1
Sigmaringen/Albstadt-Onstmettingen - Balingen - Hechingen - Tübingen WHO
Das Ergänzungsnetz erschließt die Region auf der Schwäbischen Alb und stellt die Verbindungen zwischen den Kernlinien her. Die Ergänzungslinien sind die Linien: S11
Balingen - Schömberg - Rottweil Der Omnibus übernimmt bei der Umsetzung der RegionalStadtBahn Neckar-Alb die Flächenerschließung, die durch eingesparte schienenparallele Verkehre gegenüber heute verbessert wird. Somit profitieren von diesem Konzept auch Gemeinden, die über keinen Schienenanschluss verfügen. Der Vorsitzende des Regionalverbands Neckar-Alb und Leiter des Projektbegleitenden Arbeitskreises, Dr. Edmund Merkel, zeigte sich über das positive Ergebnis der Machbarkeitsstudie hocherfreut: "Das ist ein Meilenstein für die Regionalentwicklung. Wir verfügen jetzt über eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die kommunale Diskussion und die politische Meinungsbildung. Für mich steht dabei außer Frage, dass wir leistungsfähige Verkehrssysteme in unserer Region brauchen, wenn wir im Wettbewerb der Regionen bestehen wollen", lautet das Fazit von Dr. Merkel. "Wichtig bei der kommunalpolitischen Diskussion ist mir", betont Dr. Merkel, "daß wir sorgfältig die Chancen prüfen, die eine RegionalStadtBahn Neckar-Alb für uns bietet und die in der Machbarkeitsstudie gewonnenen Erkenntnisse nicht zerreden". Dr. Merkel abschließend: "Lassen Sie uns nach einer Lösung suchen, die uns weiterbringt."
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