Regionaler Biotopverbund

Um dem Artenrückgang entgegenzuwirken, setzt Baden-Württemberg auf den landesweiten Biotopverbund: ein Netz verbundener Lebensräume. Es besteht aus ökologisch wertvollen Kernflächen und sogenannten Trittsteinen, die Tieren und Pflanzen als Zwischenstationen zum Rasten, Fressen oder Verstecken dienen. So können Arten wandern, sich ausbreiten und in andere Gebiete ausweichen. Bis 2030 sollen dafür auf 15 Prozent der Offenlandfläche Baden-Württembergs geeignete Lebensräume und Verbindungen geschaffen werden.

Biotopverbundkonzept für die Region Neckar-Alb

Auf regionaler Ebene sollen im Rahmen der Landschaftsrahmenplanung der landesweite Biotopverbund weiter konkretisiert und durch Festlegungen im Regionalplan rechtlich gesichert werden. Der Regionalverband Neckar-Alb befasst sich seit April 2021 mit der Erstellung eines Biotopverbundkonzeptes für die Region Neckar-Alb und leistet damit einen Beitrag zur Erreichung der oben genannten Ziele. Durch eine enge Abstimmung zwischen der regionalen und den kommunalen Biotopverbundplanungen soll eine Überstimmung zwischen den räumlichen Planungsebenen und damit auch Planungssicherheit erreicht werden. Das Biotopverbundkonzept Neckar-Alb wird aus drei Modulen bestehen:

  1. Zusammenstellen Datengrundlagen sowie Entwicklung Grobkonzept (abgeschlossen)
  2. Naturschutzfachliche Konkretisierung des Grobkonzeptes 
  3. Überführung in regionalplanerisches Instrumentarium 

Wie der Landschaftsrahmenplan trägt auch das regionale Biotopverbundkonzept dazu bei, die vielfältigen Nutzungsansprüche von Natur und Landschaft, Siedlung und Wirtschaft, Verkehr und Infrastruktur auszubalancieren und in Einklang zu bringen. Das regionale Biotopverbundkonzept soll deshalb in den neu aufzustellenden Landschaftsrahmenplan eingearbeitet und dann bei der Fortschreibung des Regionalplans berücksichtigt werden.

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